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Als Vater in Elternzeit

Gleichberechtigung geht auch anders herum: Immer mehr Männer möchten die ersten Lebensmonate ihres Kindes stärker miterleben. Aber wie reagieren die Kollegen, wenn man als Vater Elternzeit nimmt? Worauf muss man bei der Planung achten? Das verrät ein Roche-Vater im Interview - und berichtet vom schönsten Moment in der Elternzeit. Ein Mitarbeiter der Roche Pharma AG berichtet über seine Erfahrungen.

Wieso sind Sie in Elternzeit gegangen? Ich musste eigentlich gar nicht überlegen, das war für mich selbstverständlich. Ich habe zwei Monate Elternzeit genommen, als mein erster Sohn ein Jahr alt war. Die Elternzeit war wirklich eine sehr wertvolle Erfahrung. Zeit mit meiner Familie ist für mich ein wichtiger Ausgleich zum Arbeitsleben. Vor kurzem wurde mein zweiter Sohn geboren.

Wie haben Ihr Chef und die Kollegen reagiert? Ich habe meiner Vorgesetzten früh gesagt, dass ich Elternzeit nehmen möchte. Es gab keine Widerstände oder Ablehnung. Der eine oder andere Kollege hat vielleicht erst einmal etwas seltsam geschaut, als ich mein Vorhaben schilderte. Aber genau diese Kollegen meinten danach: "Gut, dass du die Gelegenheit genutzt und Elternzeit genommen hast". Wenn man die Elternzeit früh abspricht und Projekte entsprechend organisiert, sollte es wirklich kein Problem sein.

Was war Ihr schönstes Erlebnis in der Elternzeit? Eigentlich gab es tausend schöne Momente. Es war beispielsweise schön, gemeinsam mit den anderen Eltern und Kindern auf dem Spielplatz zu sein. Dort konnte man sich austauschen und intensiv die neuen Anforderungen erleben und erlernen. Ich fand es auch gut, einen Einblick zu bekommen, was meine Frau eigentlich den ganzen Tag bei der Kinderbetreuung leistet.

Was müsste man ändern, damit noch mehr Männer Elternzeit nehmen? Ich glaube, es ändert sich gerade schon einiges. Ich möchte Väter wirklich dazu ermutigen, diese einmalige Chance zu nutzen. Man muss natürlich das Selbstvertrauen haben, die Entscheidung für die Elternzeit auch gegen Widerstände zu verteidigen - nicht alle Firmen machen es einem da so leicht wie Roche. Aber ein Unternehmen, das sich in den heutigen Zeiten der Unterstützung von Familien verschließt, gräbt sich selbst das Wasser ab. Wenn man früh plant, rechtzeitig mit den Vorgesetzten spricht und konsequent ist, dann kann man meines Erachtens die zweimonatige Elternzeit problemlos machen.

Was haben Sie aus Ihrer ersten Elternzeit gelernt, was Sie beim zweiten Mal anders machen möchten? Ich habe den Fehler gemacht, dass ich vermeintlich wichtige Termine auch in der Elternzeit wahrgenommen habe. Das würde ich beim zweiten Mal anders machen, denn diese Termine lenken ab und durchbrechen die familiäre Atmosphäre. Ich würde eine zweite Elternzeit gelassener angehen. Und es gab wirklich herausfordernde Momente, zum Beispiel, wenn das Baby einfach nicht schlafen will oder schreit und die Mutter gerade einkaufen ist... Mit der Erfahrung vom ersten Kind steckt man das beim zweiten Mal bestimmt viel entspannter weg.

Wie sah Ihre Planung für die Phase nach der Elternzeit aus? Meine Frau ist dann mit 60 Prozent wieder in den Job eingestiegen und konnte zwei Tage davon im Home-Office arbeiten; glücklicherweise hat sie diesbezüglich auch einen flexiblen Arbeitgeber. Unser Sohn war in der Kita und ist mittlerweile im Kindergarten. Roche möchte ja auch weiterhin attraktiv bleiben für Arbeitnehmer und baut sein Angebot zur Kinderbetreuung gegenwärtig aus. Am Standort Grenzach wird gerade eine Kita gebaut, außerdem gibt es subventionierte Ferienprogramme für Kinder. Damit setzt Roche ein Zeichen und macht deutlich, dass sich das Unternehmen verstärkt um das Thema Vereinbarkeit von Job und Familie bemüht.

Copyright Roche: e-fellows.net

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