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Firmenchefs geben Tipps zur Bewerbung

Authentisch und ehrlich bleiben

Sich beim Bewerbungsgespräch am besten genauso zeigen wie man ist, also sich nicht verstellen – dazu raten Michael Schneider (Firma Sunstar), Thomas Faller (Faller Konfitüren) und Thomas Niethammer (Nilit Plastics), drei Firmenchefs, die den Initiativkreis Oberes Wiesental (IOW) nach außen hin vertreten. In einem Interview mit SW+ gaben sie im Namen des IOW Tipps für eine gute Bewerbung. Das Gespräch führte Verena Wehrle.

Was ist für Sie persönlich in einem Bewerbungsschreiben wichtig?

Faller: Das Bewerbungsschreiben muss zur Person passen, also authentisch sein, sonst wird’s kontraproduktiv.

Schneider: Die Form, Rechtschreibung und der Inhalt müssen passen, für mich spielt es aber keine Rolle, ob jetzt das zuletzt geschehene im Lebenslauf an oberster Stelle oder an untersteter Stelle steht. Hauptsache, die gesamte Bewerbung ist authentisch. Und im Gesamtbild soll es eine saubere Bewerbung sein.

Niethammer: Dem Bewerber sollte bewusst sein, für was er sich überhaupt bewirbt. Ich erwarte, dass man weiß, was das Unternehmen überhaupt produziert.

Da wären wir schon bei den Vorbereitungen zum Vorstellungsgespräch. Haben Sie dazu ein paar Tipps?

Faller: Als Bewerber sollte man sich Fragen über das Unternehmen überlegen, damit zeigt man Interesse. Auch soll man sich im Vorfeld schon die eigenen Stärken und Schwächen überlegen. Das sind die Klassiker, die immer kommen können.

Niethammer: Auch auf Punkte im Lebenslauf/Zeugnis sollte der Bewerber Stellung beziehen können.

Schneider: Wäre schön, wenn die Bewerber sich noch ein bisschen professioneller auf ein solches Gespräch vorbereiten würden. 

Und Tipps zur Kleidung?

Schneider: Wir geben vom IOW auch Elternseminare zur richtigen Bewerbung. Da ist die erste Frage der Eltern meist, ob sie für ihr Kind jetzt einen Anzug für das Vorstellungsgespräch kaufen müssen. Ich sage: nein. Der Bewerber muss nicht im Anzug erscheinen, das ist ein Klischee. Die Kleidung, die er beim Gespräch trägt, sollte einfach zum Bewerber passen und ordentlich aussehen.

Dann ist das Wichtigste für Sie authentisch zu sein?

Schneider: Ja, genau, das ist für mich das Wichtigste. Die Bewerber sollen ihr eigenes Ich präsentieren und sich so zeigen wie sie sind. Dann weiß ich, wem ich gegenüber sitze. Schließlich bringt es mir nichts, wenn ich später mit einer völlig anderen Person zusammenarbeite, als die, die sich vorgestellt hat. Die Bewerber sollen ihre authentische Persönlichkeit zeigen. Wenn man sich verstellt, merkt das der Personalchef bereits im zweiten Satz. Und dann ist es vorbei. Wenn man beispielsweise einen Fehltritt erklären muss, ist das okay, sobald es so rüberkommt, dass es nachvollziehbar ist.

Was erwarten Sie noch von einem guten Vorstellungsgespräch?

Schneider: Der Bewerber sollte interessiert sein, sich erkundigen, Neugier mitbringen, aber keine Angst. Es ist eine Kunst auf die gleiche Ebene wie sein Gegenüber zu kommen, damit eine sinnvolle Kommunikation stattfinden kann.

Weitere Informationen zum IOW und den Mitgliedern-Firmen finden Sie im Internet unter www.i-o-w.org

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