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Besucherbergwerk Finstergrund

Premiere für die neue Lok

Besucherbergwerk will noch mehr bieten / Bau eines Museums geplant / Neue Lok nun in Betrieb

Das Besucherbergwerk Finstergrund hat seit dem 1.Maifeiertag wieder geöffnet. Der Regen war genau das richtige Wetter für einen Besuch im Bergwerk und so kamen die Gäste in Scharen. Doch nicht nur die Eröffnung lockte die Besucher. Es gab noch ein Objekt der Begierde: Die neue Lok. Sie wurde bei einem anderen Besucherbergwerk aus Thüringen angeschafft, über den Winter von Martin Wietzel, Bernhard Thoma und Peter Wegstroth restauriert, gestrichen und das in 580 ehrenamtlichen Arbeitsstunden. Gesamtkosten: 10000 Euro.

Die neue Lok ist als Tandem mit zwei Antrieben doppelt so stark wie die alte und fährt somit als erstes in den Stollen herein. Sie hat heute Premiere. An diesem Tag ist die historische Grubenbahn proppenvoll, hier und da wird es sogar ganz schön eng. Peter Wegstroth, der ehemalige Bergbauer aus einem Steinkohlewerk in Dortmund führt den ganzen Tag über große Gruppen ins Bergwerk. Nach einem Kilometer Fahrt mit der Grubenbahn vorbei an der Schutzpatronin der Bergleute, der heiligen Barbara, geht es zu Fuß weiter. Authentisch erzählt Wegstroth von seinen eigenen Erfahrungen, etwa  wie der Presslufthammer Schläge in seinem Arm erzeugte. 110 Meter unter dem Berg erläutert er die Bergkarte, den „Saigeriß“ und muss die ganz eigene Sprache der Bergleute für die Gäste übersetzen. Er berichtet von den Plänen und Visionen des Bergmannsvereins Finstergrund. Man wolle das Besucherbergwerk noch größer und interessanter machen, geplant ist ein Museum über der Gastronomie zu bauen. Die Leader-Anträge dafür seien bereits gestellt. Damit müsse der Verein 80 000 Euro Schulden machen. Im nächsten Winter möchte man einen großen Hochdruckreiniger anschaffen und den ganzen oberen Gang reinigen, damit die volle Mineralienpracht zum Vorschein kommt und diese dann mit LED-Licht beleuchten. Wegstroth selbst hat aber auch noch jede Menge weitere Ideen und Visionen, die er umsetzen möchte.

Bei der Führung durch den Stollen gibt es immer wieder Stationen, an denen angehalten und erzählt wird.  Der Bergmann zeigt den Besuchern die Fahrschächte, mit denen damals der Berg nach oben hin abgebaut wurde. Einsatzfahrzeuge wie der Überladekipper werden bestaunt. Eine Bergmann-Figur bohrt mit dem Druckluftbohrhammer gerade in den Berg – so haben die Bergleute damals acht Stunden im Gummianzug verbracht. „Ein harter und gefährlicher Job“ sagt Wegstroth. „Und Geld hast du auch nicht nach Hause gebracht“, ergänzt er. Mit seiner Taschenlampe beleuchtet er immer wieder besondere Stellen mit Wow-Effekt wie Schwerspat-Kristalle oder Flussspat-Würfel. Auch der Blick 40 bis 50 Meter nach oben ist für die Besucher spannend. Hier gilt: Helm festhalten. Zum Ende der Führung gibt es in einer Vitrine mit UV-Licht beleuchtete Mineralien zu sehen. Da staunen auch die kleinen Besucher nicht schlecht. Überhaupt ist ein Ausflug im Besucherbergwerk ein Erlebnis für die ganze Familie.

Der Verein sucht derzeit Nachwuchs. „Wir haben noch viel vor und deshalb brauchen wir aktive Leute, die hier mitarbeiten möchten, Thekenpersonal oder Bergwerkführer“, sagt Wegstroth nach der Führung, die an diesem Tag etwas ausgedehnter war. „Rüstige Renterpaare sind auch gerne willkommen“, ergänzt ihn Josef Lais, der erste Vorsitzende des Bergmannsvereins Finstergrund und selbst leidenschaftlicher Bergwerkführer.

Öffnungszeiten
Mai, Juni, Oktober, samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 16 Uhr, im Juli, August und September zusätzlich auch mittwochs von 10 bis 16 Uhr.

Sonderführungen gibt es für Gruppen ab 20 Personen.

Kontakt
Bergmannverein Finstergrund Wieden e.V.
79695 Wieden 
Telefon: 07673 1456
(während der Öffnungszeiten)
Telefon: 07673 303
(Kurverwaltung Wieden)
eMail: info@finstergrund.de
Internet: www.finstergrund.de

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