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Arztbesuch in der Schweiz

Wunschbehandlung in der Schweiz

Für deutsche Versicherte bei Gesetzlichen Krankenversicherungen gelten einige Besonderheiten bei einer Behandlung in der Schweiz: Bei Behandlungen in einem Schweizer Krankenhaus beteiligt sich die deutsche Gesetzliche Krankenversicherung an den Kosten, wenn dies der Versicherte vor der stationären Aufnahme beantragt. Die Krankenversicherung beteiligt sich allerdings nur in der Höhe der Beträge, die bei einer Behandlung in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden (Vertragsleistungen). Der Versicherte erhält eine Kostenzusage mit den deutschen Vertragssätzen zur Vorlage beim Krankenhaus. Von diesen Vertragssätzen werden die in Deutschland vorgesehenen Zuzahlungen und ein Abschlag von 7,5% für Verwaltungskosten und die fehlende Wirtschaftlichkeitsprüfung abgezogen.

Therapien außerhalb der deutschen Vertragsleistungen sind nicht erstattungsfähig. Bei akutem Behandlungsbedarf während einem Auslandsaufenthalt weisen sich Versicherte mit der Europäischen Versicherungskarte (EHIC) aus. Die Abrechnung erfolgt dann nach Schweizer Recht über die deutsch-schweizerische Einrichtung KVG in Solothurn. Wenn eine Behandlung nicht in Deutschland oder nicht im erforderlichen Zeitfenster möglich ist, kann die Gesetzliche Krankenkasse eine Sondergenehmigung für die Behandlung in der Schweiz erteilen. Hierzu erstellt die Krankenversicherung eine spezielle Bescheinigung (E 112) aus und rechnet mit der KVG in Solothurn ab.

Kostenrisiko für Patienten
Grundsätzlich sind die Kosten in der Schweiz deutlich höher als für die gleiche Behandlung in Deutschland. Zudem trägt der Versicherte das Kursrisiko von Schweizer Franken zu Euro. Der Versicherte muss also unter Umständen einen nicht unerheblichen Eigenanteil als Differenz zwischen Gesamtbetrag und Erstattungs­betrag selbst tragen. Dies gilt insbesondere bei stationären Behandlungen.

Eine Behandlung in der Schweiz ist nur ohne finanzielles Risiko, wenn der Versicherte eine private Zusatzversicherung hat, welche die Restkosten abdeckt. Dies ist mit einem privaten Versicherungs­unternehmen vor Behandlungsbeginn zu klären. Sinnvoll ist – besonders bei Krankenhaus­-Behandlungen – die Vorabklärung der voraussichtlichen Gesamtkosten als Kostenvoranschlag.

Ablauf der Kostenerstattung
Der Versicherte erhält von seinem Behandler bzw. Krankenhaus eine Rechnung über die Gesamtkosten der Behandlung. Den gesamten Rechnungsbetrag überweist er an den Rechnungssteller. Der Versicherte schickt die Originalrechnung und den Zahlungsbeleg an seine Krankenversicherung. Diese überweist den Erstattungsbetrag.

Alternativ: Der Versicherte kann bei einer stationären Behandlung dem Schweizer Krankenhaus vor der Aufnahme eine Kostenzusage der Gesetzlichen Krankenversicherung vorlegen. In der Regel verringert sich dann die Sicherheitsleistung (Depot), die der Versicherte vor Behandlungsbeginn beim Krankenhaus hinterlegen muss. Das Schweizer Krankenhaus rechnet den Erstattungsbetrag laut Kostenzusage direkt mit der Gesetzlichen Krankenversicherung ab.

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