Vom Azubi zur Führungskraft

„Als Fachbereichsleiterin im Vertrieb für das Kundenmanagement bei Energiedienst bin ich verantwortlich für den Privatkundenbereich. Gemeinsam mit fünf Teams bearbeiten wir alle Kundenanfragen - von der Neukundenakquise bis zur Kündigung. Ich kümmere mich um die strategische Ausrichtung, den Weg hin zur Digitalisierung und um Planung des Budgets. Neben meiner Rolle als Vorgesetzter sehe ich mich als Vermittlerin zwischen den einzelnen Schnittstellen und Bereichen. Trotz meiner Berufserfahrung im Bereich Customer Care gibt es immer wieder neue Aufgaben für mich. Ich wachse mit jeder einzelnen.

Genau mein Ding
Seit meinem dualen Studium bei Energiedienst war für mich klar, dass ich meinen beruflichen Werdegang im Bereich Customer Care weiterverfolgen möchte. Ein guter Service kann einen Kunden eben genauso glücklich machen wie ein tolles Produkt.  Trotzdem war der Weg dorthin eher Zufall: Während meiner Spezialisierung wollten alle Auszubildenden ins Marketing, ich damals natürlich auch. Aber zu diesem Zeitpunkt gab es dort keine freie Stelle. Gott sei Dank, sage ich heute. Denn dadurch bin ich im Kundenservice gelandet, den ich in all seinen Facetten lieben gelernt habe. Der direkte Kontakt zu den Kunden und das Management, das dahintersteckt: Das ist genau mein Ding.
In meiner Spezialisierungsphase und noch ein weiteres Jahr lang arbeitete ich eng mit den Teamleitern zusammen und setzte tolle Projekte um. Damals waren Service und Vertrieb bei Energiedienst noch getrennte Abteilungen mit den zu erwartenden Zielkonflikten. Im Nachhinein betrachtet logisch, denn der Vertrieb ist auf die Produkte und deren Verkauf ausgerichtet, und im Kundenservice stand – und steht noch immer – der Kunde im Fokus.
Nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass ich mich weiterentwickeln möchte, möglichst Abläufe in größeren Firmen kennenlernen – den Blick über den Tellerrand hinauswagen. So kam ich erst zu Sunrise Communications in Zürich als QM/Auditor im Customer Care, später zu Swisscom, ebenfalls im Service Improvement Team. Das war eine sehr spannende Zeit - in Unternehmen mit nationalem Fokus, aber internationalen Niederlassungen.

Eine andere Hausnummer
Vor allem bei Swisscom mit rund 20.000 Mitarbeitern zeigt sich die riesige Herausforderung, alle Mitarbeiter auf den gleichen Wissensstand über die Produkte, Angebote und Neuheiten zu bringen.
Während der Zeit bei Sunrise und Swisscom war ich als „Qualitätsmanagerin“ oft unterwegs und bin viel gereist. Gemeinsam haben wir im Team Audits an nationalen und internationalen Standorten durchgeführt. Das war gerade in Bezug auf den Datenschutz ein wachsendes Thema.
Die Zeit bei Swisscom endete nach nur drei Monaten, weil ich kurz nach meinem Start dort die Chance von Energiedienst bekam. Ich hatte schnell gemerkt, dass mich ein Unternehmen der Größe von Swisscom auf Dauer nicht glücklich machen würde. Es gibt es viele agile Denkansätze, aber auch viel Anonymität unter den Arbeitnehmern.  Es war es eine sehr lehrreiche Zeit, die mich den persönlichen Kontakt zu den rund 50 Kollegen im Kundenmanagement bei Energiedienst umso mehr schätzen lässt.
Neue Herausforderungen und bekannte Gesichter
Das Angebot von Energiedienst, als Fachbereichsleiterin wieder miteinzusteigen, kam ungeplant, jedoch genau zur richtigen Zeit. Über das Vertrauen habe ich mich ungemein gefreut. Bei Sunrise leitete ich viele große Projekte, und war fachlich up-to-date, im Bereich der Personalleitung hatte ich aber nur bedingt Erfahrungen gemacht. Was für eine unglaubliche Chance, dachte ich mir. Und welch große Herausforderung, zumal ein großes Umstrukturierungsprojekt anstand: Vertrieb und Service sollten zusammengelegt werden. Das Projekt, das wie auf mich gewartet hatte.
Mir war klar: Es gibt Bewegung im Unternehmen, da tut sich etwas bei Energiedienst. Und zum anderen wollte ich natürlich dabei sein und diesen Wandel mitgestalten.
Im ersten Moment war ich ein wenig unsicher, wie es wohl für die ehemaligen Kollegen sein würde, wenn ich nun als Fachbereichsleiterin auftrete. Aber das war nie ein Problem. Ganz im Gegenteil: Die Mitarbeiter empfingen mich mit Anerkennung und Freude. Und das weiß ich sehr zu schätzen.

Besser werden: Miteinander und füreinander
Für mich sind Fairness, Ehrlichkeit und Respekt die wichtigsten Grundpfeiler im Umgang miteinander. Dies bedeutet für mich, transparent zu arbeiten, ehrlich zu kommunizieren und die Themen gemeinsam zu diskutieren. So weiß jeder im Team, was der andere von ihm erwartet und andersherum. Ich selbst bin sehr dankbar für konstruktives Feedback. Nur so können wir besser werden, und das ist auch mein Anspruch an mich selbst.
Der Arbeitsalltag ist nicht immer einfach, wenn Kolleginnen und Kollegen zurecht oftmals nicht die Vision und das Ziel. Sie sehen den Berg an Arbeit, der vor einem liegt. Gerade dann sehe ich mich als Führungskraft in der Verantwortung, die Mitarbeiter zu motivieren, das Ziel wieder aufzuzeigen und sich gegenseitig Wertschätzung für seine Arbeit zu zeigen – vom Sachbearbeiter bis zum Teamleiter.
Seit Oktober vergangenen Jahres durchlaufen die fünf Teamleiter des Bereichs Kundenmanagement und ich eine externe Weiterbildung bei Dale Carnegie. Die Führungskräfteworkshops sind in drei Module aufgegliedert, die es ganz schön in sich haben: Persönlichkeitsentwicklung, Herausforderungen meistern und Präsentieren. Ich selbst besuche zusätzlich noch ein Seminar mit dem Schwerpunkt Leadership Management.
Was ich mir beibehalten möchte, ist auf dem Laufenden zu bleiben. Es ist mir wichtig, dass ich einen guten fachlichen Einblick in die Arbeit meiner Teams habe. Zu optimieren ist sicherlich noch mein Zeitmanagement, aber das haben wohl die meisten Führungskräfte auf ihrer To-Do Liste.  Aber ich bin jeden Tag sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, wieder zu Energiedienst zurückzukommen.

Vom Azubi zur Führungskraft

Sarah Born ist seit Mai 2018 Fachbereichsleiterin im Kundenmanagement bei Energiedienst. Verantwortlich für rund 50 Mitarbeiter. Ihren Weg bei dem Energiedienstleistungsunternehmen begann sie als Auszubildende: 2011 absolvierte die Rheinfelderin ihren Bachelorabschluss BWL-Industrie mit der Vertiefung Dienstleistungsmanagement & Personal. Nach der ersten Berufserfahrung wechselte sie den Job, sammelte Erfahrungen bei großen Telekommunikationsfirmen in der Schweiz. Vor einem Jahr kehrte sie zurück zu Energiedienst. Viele kennen sie im Unternehmen noch als Azubi, heute ist Sarah Born Führungskraft.

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